Top Tres: Die Bildergalerie

Seit Anfang 2011 wählen wir im „Havanna Cigar Club“ jeden Monat neu die „Top Tres“ – die besten drei Cigarren für eine bestimmte Situation. Traditionell versorgt uns der Moderator Dirk Rehder mit hübschen Illustrationen dazu, die wir auf der Startseite unserer Xing-Gruppe zeigen. Vielleicht sind sie dem ein oder anderen Forenteilnehmer noch nicht aufgefallen – spätestens seit der Neugestaltung von Xing muss man doch recht weit nach unten blättern, um die dort versteckte Information überhaupt sehen zu können. Nach einem halben Jahr mit den „Top Tres“ wird es einmal Zeit, die Bilder hier an prominenterer Stelle nochmals zu versammeln und ihnen den nötigen Respekt zu zollen – vielen Dank, Dirk!

Lektüre fürs Fest: Das große Buch der Havanna

The great book of the Habano – Ein neues Kompendium für den Cigarrenliebhaber

Unter dem Titel „The great book of the Habano“ legt der cubanische Habanos-Experte Adriano Martínez Rius nun sein jüngstes Werk vor. Der im Jahr 1938 geborene Autor ist seit über fünfzig Jahren eng mit der cubanischen Cigarrenindustrie verbunden. Viele Jahre seines Lebens hat er verschiedene Präsidenten von Cubatabacco (heute Habanos s.a.) in Marketing- und Vertriebsangelegenheiten beraten. Im Jahr 1999 erschien mit „Habano the king“ sein erstes Buch, in 2004 legte er mit „The great Habano factories“ eines der besten und umfassendsten Werke über die Cigarrenmanufakturen in Havanna vor. An der auch auf Deutsch erschienenen „Illustrierten Enzyklopädie der post-revolutionären Havanna-Zigarren“ wirkte er beratend mit.

Mit seinem neuen Buch „The great book of the Habano“ spannt er nun einen weiten Bogen von der Geschichte des Tabaks in Cuba, über die Historie von Marken und Cigarrenmanufakturen in Havanna bis zur Vermarktung der Habanos in unserer Zeit. Das Buch ist sehr schön bebildert und präsentiert eine enorme Fülle an historischem Material wie Fotos, Werbedrucken, Lithographien und Urkunden.

Dazu kommt ein sehr nützlicher Anhang mit Auflistungen von Cigarrenmanufakturen, einer vollständigen Übersicht aller Formate der jährlich erscheinenden Edición Limitada und weiterer Habanos-Spezialitäten bis zum Jahr 2010. Mit diesem Buch legt Adriano Martinez ohne Zweifel das vollständigste Kompendium über die Habanos vor. Man kann deshalb mit Fug und Recht sagen, dass es für Tabakwarenfachhändler und interessierte Aficionados ein absolutes „Muss“ ist. Zumindest dann, wenn der Leser des Englischen und Spanischen mächtig ist, denn es ist in diesen beiden Sprachen verfasst.

Am besten kombiniert man die Lektüre des Werkes übrigens mit einer guten Habano.

Inhalt: 350 Seiten
Preis: 120,- Euro
Sprache: englisch/spanisch

(Pressemitteilung der 5th Avenue)

Don Alejandro Robaina verstorben

Wie unter anderem bei Reuters oder der BBC nachzulesen, ist am vergangenen Samstag der bekannte kubanische Tabakbauer Don Alejandro Robaina verstorben. Lange Zeit galt er als „Aushängeschild“ des Tabakanbaus auf Kuba, und so wurde ihm zu Ehren Ende der 90er Jahre die Marke „Vegas Robaina“ ins Leben gerufen – unsere Marke des Monats März 2009. Möge er in Frieden ruhen. Hier der Link zum passenden Beitrag in unserem Forum: Don Alejandro Robaina verstorben

Inzwischen gibt es auch eine Pressemeldung der 5th Avenue dazu:

Am 17. April verstarb nach langer Krankheit die cubanische Tabaklegende Alejandro Robaina in seinem Haus in San Luis in Pinar del Rio. Der wohl berühmteste Tabakpflanzer der Welt, feierte am 20. März seinen 91. Geburtstag im Kreise seiner Familie. Alejandro Robaina, der respektvoll „Don“ Alejandro genannt wurde, führte in der dritten Generation die Tabakpflanzungen in Cuchillas de Barbacoa in San Luis, die seine Familie seit 1845 bewirtschaftete.

Der Überlieferung nach, soll er derjenige Tabakbauer gewesen sein, der nach der Revolution in Cuba den Máximo Líder Fidel Castro überzeugen konnte, das Land in den Händen der Bauern zu belassen und nicht zu verstaatlichen.

Die von Don Alejandro kultivierten Tabake gehören bis heute fraglos zu den besten, die Cuba hervorbringt. Habanos s.a. würdigte seine Verdienste mit der Habanos-Marke „Vegas Robaina“. Diese wurde im Jahre 1997 zu Ehren der Familie Robaina und stellvertretend natürlich auch für die große Gemeinschaft der Tabakpflanzer, deren Arbeit den guten Ruf der Habanos begründet, vorgestellt. Das Bildnis des verdienstvollen und betagten Familienpatriarchen Don Alejandro Robaina, ziert als Vista jede Cigarrenkiste dieser Marke.

Der charismatische Tabakbauer unternahm vielfältige Reisen in alle Welt und wurde damit zum bekanntesten Gesicht der cubanischen Tabakproduktion. Für seinen unermüdlichen Einsatz als Botschafter der Habanos verlieh Habanos s.a. Alejandro Robaina im Jahr 2001 die Auszeichnung „Habanos man of the year“.

Die Robaina-Plantage wird nun von Alejandros Enkelsohn Hirochi weitergeführt, der seit 2004 den Tabakanbau leitet.

Die Welt verliert mit Don Alejandro nicht nur einen hervorragenden Tabakpflanzer, sondern vor allem auch einen großartigen Menschen und Freund.

Das folgende Foto von Robaina und Ex-Kanzler Schröder wurde uns ebenfalls von 5th Avenue zur Verfügung gestellt. Doch es gibt Rätsel auf: Welche Cigarren – ausser der „Vegas Robaina“ hält Schröder noch in der Hand? Zumindest das Kabinett wurde äussert primitiv retouchiert. Schade, da hätte man professionell herangehen, oder einfach ehrlich sein können…

Marken-Pragmatismus

Schmeckt diese Cigarre markentypisch? Ist jene Habanos eine Partagas oder eine Montecristo? Solche Fragen tauchen unter Aficionados immer wieder – gewollt oder halb im Scherz – auf. Wie pragmatisch die Kubaner mit dieser Frage umgehen, zeigt sich jetzt an der Regionaledition 2008 für die Adria: Dort sollte die „La Gloria Cubana Marshal“ erscheinen. Es stellte sich jedoch heraus, dass ein anderer Tabakkonzern bereits die Markenrechte an „La Gloria Cubana“ registriert hatte, bevor es Habanos SA versuchte. Kurzerhand wurden die bereits produzierten Boxen mit einem kleinen Metallschild verziert, welches das eingebrannte Markenlogo überdeckt und die Cigarren nun als „Vegas Robaina Marshal“ tituliert. Ob nur die Holzkistchen bereits produziert waren und umbenannt wurden, oder ob dies auch die darin befindlichen Cigarren betrifft, darüber kann nur spekuliert werden. So viel Pragmatismus ist jedoch bewundernswert und erinnert mich daran, dass das seidige Deckblatt, die perfekte Verarbeitung, die reichen Aromen und der entspannende Genuss einer guten Habanos völlig frei von irgendeinem Markenfetischismus ist… (Hier geht´s zum Artikel auf Xing)

Abbildungen stammen von www.friendsofhabanos.com

Cohiba Siglo VI Gran Reserva 2003

Aficionados, Journalisten, Fachhändler und Sammler auf der ganzen Welt erwarteten sie sehnsüchtig. Konnte doch bereits bei ihrer ersten Vorstellung am Gala-Abend des XI. Festival del Habano jeder sehen und schmecken, dass diese Cigarre ein neuer Stern am Habanos-Himmel ist. Mit der Cohiba Siglo VI Gran Reserva 2003 kommt nun zum ersten Mal eine Gran Reserva auf den Markt. Die besten Tabake der hervorragenden Ernte des Jahres 2003 aus den Hochburgen San Juan y Martínez und San Luis in Pinar del Rio ließ man dafür reifelagern. Während dieser fünf Jahre wurden alle Tabake, die man für eine Habano braucht – das Deckblatt, das Umblatt und die drei Einlagetabake – auf das Sorgfältigste ausgewählt, fermentiert und immer wieder kontrolliert. Nach dieser Zeit rollten dann die besten Torcedores der Cohiba-Manufaktur „El Laguito“ in Havanna aus diesen Blättern die Cigarren im Cañonazo-Format (150 mm Länge, Ringmaß 52). Das die Wahl der ersten Gran Reserva von Habanos auf die Spitzenmarke Cohiba fiel, ist nur logisch. Handelt es sich dabei doch um eine der prestigeträchtigsten und bekanntesten Premiumcigarrenmarken überhaupt. Auch mit dem Format der Cohiba Siglo VI wählte man eine der beliebtesten Vitolas für die Premiere der Gran Reserva aus. Und so entstand eine wahrhaft einzigartige Habano, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Die Experten der internationalen Fachpresse überschlugen sich förmlich mit Spitzenwertungen für dieses exzellente Produkt und bestätigten so das Gelingen dieses einmaligen Konzepts. Weltweit gibt es nur 5.000 individuell nummerierte Kisten á 15 Stück. Wie es dem Anspruch dieser Cigarre entspricht, sind die Kistchen im schwarzen Klavierlack besonders edel gestaltet und luxuriös ausgestattet. Cohiba Siglo VI Gran Reserva 2003 (ø 20,64 mm = RM 52, L- 150 mm) ist nun in folgendem Gebinde erhältlich: 15er Kiste Art.-Nr. 6977 150 KVP / St.: 85,- € (KVP / Kiste: 1.275,- €) (Pressemeldung der 5th Avenue)

Jubiläums-Cigarren der 5th Avenue

¡Hola, liebe HCC´ler! Ich will nicht übertreiben, glaube aber schon, dass die im Titel erwähnten Sondereditionen, die zum 10- bzw. 15-jährigen Bestehen des deutschen Alleinimporteurs auf den Markt kamen, Teil jener Mystik sind, die sich um Havannas rankt. Die 5th Avenue Products Trading GmbH feiert 2009 ihr 20-jähriges Jubiläum – ob aus diesem Anlass wieder eine spezielle Cigarre angeboten wird, ist noch nicht bekannt. Immerhin soll aber eine der beiden kommenden Regionaleditionen, eine Bolivar mit Ringmass 50 x 184mm Länge, unter dem Namen „5ta Avenida“ auf den deutschen Markt kommen.

Vor 10 Jahren erschien zum runden Jubiläum eine Habanos im Format Churchill, die von einem Ring geziert wurde, der lediglich den Aufdruck „10 Jahre – 5th Avenue Cigars – 1989-1999“ enthielt. Hinweise auf eine Marke gab es nicht. Die Cigarren wurden in Sonderhumidoren á 50 Stück verkauft, von denen insgesamt 100 Exemplare angeboten wurden. Zu der Tabakmischung und dem damaligen Verkaufspreis gibt es einige Gerüchte. Da der heutige Ansprechpartner bei 5th Avenue, Herr Puszcar, im Jahr 1999 noch nicht dort arbeitete, konnten sie jedoch nicht verizifiert werden. Angeblich handelt es sich bei den Cigarren um Romeo y Julieta Churchills. Sie sollen damals zu einem überaus ambitionierten Stückpreis von 70,- DM verkauft worden sein. Trotzdem scheinen sie heute vom Markt verschwunden. Ich hatte das Glück, vor einiger Zeit ein paar dieser Raritäten zu einem angemessenen Preis zu erwerben und halte diese Cigarre – auch ohne die hier heraufbeschworenen Mythen – für eine der besten, die ich bisher geraucht habe. Von Beginn an sind die Aromen sehr präsent, wenn auch mild. Holz und Nuss überwiegen im sehr cremigen Rauch. Die Aromatik bleibt im Rauchverlauf relativ ähnlich (zum Glück, in diesem Fall!), während sich schön gleichmässig eine Kraft aufbaut, die dieser Churchill Nachdruck verleiht. Sehr elegant! Eine fein verwobene, vielschichtige Aromatik voller Nuancen.

Auch 2004, zum 15-jährigen Jubiläum, wurde wieder eine Geburtstagscigarre aufgelegt. Sie kam unter dem Namen „Vegas Robaina – Robaina“ in den Handel und entsprach dem Format „Toro“ (RM52, 155mm). Sie wird allgemein als erste Vertreterin der inzwischen weltweit bekannten „Ediciones Regionales“ bezeichnet – den speziell für einzelne Märkte produzierten Habanos (diesen Titel sprechen allerdings einige auch der 2005 in Deutschland erschienenen Neuauflage der Bolivar Gold Medal zu). Im Gegensatz zur 10-Jahres-Churchill gab sich die Robaina als Vertreterin ihrer Marke zu erkennen – sie trug lediglich einen weiteren Cigarrenring, der auf das Jubiläum hinwies. Mit einem Stückpreis von 15,- € bewegte sie sich im noch heute üblichen Rahmen für Sondereditionen. Auch diese Cigarre scheint in den Humidoren von Sammlern und Aficionados verschwunden zu sein, ich konnte noch keine sehen oder probieren. Dieses Jahr wird darüber entscheiden, ob wir diese mystische kleine Geschichte fortschreiben können ;-)